Was Softwareentwickler:Innen brauchen. Prolog.

Die Stellenanzeigen sind voll von Jobs für Softwareentwickler mit einer großen Bandbreite an notwendigen oder gewünschten Bildungsabschlüssen, Kenntnissen, Erfahrungen oder Qualifikationen. In den allermeisten Fällen sind diese Anzeigen in Aufbau und Anmutung so, wie Stellenanzeigen eben so sind: Das Unternehmen wird vorgestellt, die gesuchte „Person“ wird anhand allerlei notwendiger und gewünschter Attribute beschrieben, mehr oder weniger wird der Umfang der technischen Umgebung beschrieben, in der gearbeitet werden wird und zu guter Letzt finden sich mehr oder weniger hilfreiche Hinweise zu gewährten Sonderleistungen und, eher sporadisch bis fast nie, zum Gehaltsrahmen (die Ausnahme bilden in aller Regel Stellenanzeigen öffentlich-rechtlicher, kirchlicher oder anderer Tendenzbetriebe).

Langweilig, wenig informativ und so gut wie ungeeignet eine differenzierte Entscheidung zu treffen.

Das verwundert umso mehr, als wir uns allen Darstellungen nach in einem „Arbeitnehmermarkt“ befinden, es also eigentlich so sein müsste, dass die potenziellen Arbeitgeber sich um Qualifizierte bewerben. Doch von dieser Drucksituation ist wenig zu sehen, so wenig, dass man den Eindruck gewinnen kann, es gäbe den viel zitierten Fachkräftemangel gar nicht.

Dieser Mangel soll sich, aufgrund der demografischen Entwicklung und dem immer noch zu geringen Zuzug entsprechend qualifizierter Fachkräfte, noch deutlich verschärfen – Experten rechnen ab 2022 mit einem ersten deutlichen Einbruch, da ab dann eine größere Zahl von Beschäftigten in den Ruhestand gehen wird als über Aus- und Weiterbildung nachrücken.

Die Ressource Fachkraft ist, trotz 7,9 Mrd. Menschen auf dem Planeten Erde, eine begrenzte – je konkreter und spezifischer die erforderlichen Kenntnisse, desto mehr.

Es stellen sich also Fragen:

  • Wie gewinnt man Softwarefachkräfte?
  • Welche Arbeitsbedingungen befähigen zu guter Arbeit?
  • Wie kann man sie halten?
  • Wie ausbilden, fortbilden, weiterbilden?
  • Wie Karrieren ermöglichen?

Ich werde versuchen in weiteren Artikeln meine Sicht und Antworten auf diese Fragen zu finden. Weder mit dem Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf Objektivität (eventuell noch nicht einmal Intersubjektivität).

So viel kann ich schon mal sagen: Softwarefachkräfte sind anders. Wie andere auch.

Bleiben Sie mutig!

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